Nach fünf Jahren im PLCC lernt Susan ihre Großmutter kennen


Susan, ein Mädchen, das wir vom Kenyatta Hospital aus aufnahmen, wo sie ein Jahr lang ohne eine Angehörige lebte, konnte nun mit ihrer Herkunftsfamilie zusammengebracht werden.
Susans Vater lebt auf der Straße; auch ihre Mutter lebte bis zu ihrem Tod auf der Straße.
Als Susan sechs Monate alt war, verstarb ihre Mutter und hinterließ das Baby dem drogenabhängigen Vater, der außer Stande war, sich um das Kind zu kümmern. Eine gute Samariterin nahm das Mädchen für einige Zeit auf. Als Susan krank wurde, brachte sie das Mädchen ins Krankenhaus und ließ sie dort zurück, da sie nicht in der Lage war, für die medizinische Versorgung zu aufzukommen.
2008 nahm das PLCC Susan vom Krankenhaus aus auf und begann, die Eltern des Vaters zu suchen, da wir keinerlei verlässliche Auskunft über ihre Angehörigen mütterlicherseits bekommen konnten. Seit fünf Jahren versuchten wir vergeblich, Susans Vater zu überreden, uns zu seinem Heimatdorf zu bringen.
Anfang des Monats versprach er schließlich, uns zu seiner Mutter zu bringen. Dann war es soweit, Vater und Tochter fuhren zusammen mit den PLCC Sozialarbeitern aufs Land, trafen Susans Großmutter und einige andere Angehörige. Überaus glücklich lernte die Großmutter ihre heitere Enkelin kennen, von deren Existenz sie bis dahin nichts gewusst hatte.
Weil auch dort die Lebensumstände von Armut schwer gezeichnet sind, waren sie glücklich, zu hören, dass Susan zur Schule geht und in Zukunft in den Ferien zu Besuch kommen wird.
Wir danken Gott, dass Susan Angehörige hat, die bereit sind sie zu unterstützen, damit ihre Träume wahr werden.