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Geschichte

Von den Anfängen im Jahre 1993 bis heute

Wer in den Straßen Nairobis unterwegs ist, wird so gut wie sicher Gruppen von Kindern begegnen, die um etwas zu essen oder um Geld betteln. Man nennt sie Straßenkinder oder „Chokora" in Sheng, dem unter jugendlichen Kenianern in der Stadt weit verbreiteten Jargon. Der Begriff „Chokora" bedeutet wörtlich Straßenkehrer oder Lumpensammler.

Im Jahre 1993 forderten die obersten Behörden des Staates in Nairobi alle Hilfsorganisationen dazu auf, etwas für die Not leidenden Kinder der Stadt zu tun. Nach einer Erhebung des Sozialministeriums ging man 1994 von einer Anzahl von 30.000 Straßenkindern aus, von welchen die meisten bettelnd durch die Stadt zogen.

Aktuelle Schätzungen gehen von 50.000 bis 60.000 Kindern aus, die auf der Straße leben.

Die evangelisch lutherische Kirche bemühte sich 1993 zu klären, ob eine gleich- oder eine gemischtgeschlechtliche Einrichtung aufgebaut werden soll. Dabei stellte sich heraus, dass nur eine von sechzehn Einrichtungen, die auf unsere Umfrage reagierten, sich der Mädchen annahm. Dieses Ungleichgewicht ließ sich unschwer auf die Ursache zurückführen, dass Mädchen in diesem gefahrvollen Milieu deutlich verletzlicher sind als Jungs. Auf der Grundlage dieses Befundes startete die Frauenabteilung der KELC bewusst ihr Programm, Mädchen von der Straße zu holen und die besonders Gefährdeten in den Slumgebieten der Stadt aufzufinden.

Dieses Programm wurde von Ruth Abrahamson, einer schwedischen Missionarin, ins Leben gerufen, die zu jener Zeit die Frauenarbeit der KELC koordinierte. Wir begannen damals mit zehn Mädchen, die von uns Milch und Brot bekamen. Seither haben wir etwa 270 Mädchen erreicht, haben ihnen den Schulbesuch ermöglicht und dazu beigetragen, sie für den Alltag fit zu machen.

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in Ongata Rongai

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